So ein Affentheater…

Die Affenbaby´s aka Trollbaby´s (danke dafür *g*) sind da!

Grad waren die Kleinen von der Nadel gehüpft, nistete sich der Große in meinem Kopf ein.
Ich erzähl etwas von der Entstehung, aber zuerst die Eckdaten zur Grundfigur:

Die Babyaffen sind 22cm groß und in einem 2,5mb großen PDF-File verpackt, welches 28 Seiten und 72 Bilder umfasst. Das ist eine unkomplizierte Anleitung, weshalb sie sich gut für „Ausflüge“ eignet, wie der, den ich unternommen habe:

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Und damit zum „Riesen“

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Die Fakten

Größe: 40 cm
Gewicht: 530g

Material Änderung auf: 4x Hautton, 4x Braunton, 2,5mm Elektrodraht statt Biegeplüsch, Füllmaterial siehe Gewicht, Modelliermasse/FIMO für die Augen, Pastelle/Schminke zur Schattierung, Häkelnadelgröße 4

Der große Affe ist mit doppeltem Faden und einer 4er Nadel gehäkelt, die Anleitung bleibt gleich.

Tips:

  • Erst kleinere Teile häkeln zur Eingewöhnung an den Doppelfaden
  • Genug Pausen machen um die Finger zu entkrampfen
  • Kein Wechsel zurück auf die kleine Nadel bis er fertig ist
  • An der Festigkeit der Maschen nichts ändern,
    denn das Füllmaterial schimmert bei der Größe erst Recht durch
  • Nicht zu pingelig sein, die große Figur verträgt eine gröbere Handhabung als die kleinen Figuren
  • Geduld, aber vor allem Spaß haben!

Zuerst werden alle Teile fertig gehäkelt und dann am besten direkt ausgebürstet.
Zusammen gesetzt wird er wie die Kleinen, allerdings können Arme und Beine unbeweglicher befestigt werden,
ohne den Faden quer durch den Körper zu ziehen. Er bleibt trotzdem beweglich genug.
Für die Beweglichkeit muss zudem auf deutlich stärkeren Draht gewechselt werden,
denn der Biegeplüsch hat für diese Figur nicht genug Stärke.

Die Augen hab ich aus Modelliermasse gemacht, sie sind nämlich 3 cm im Durchmesser.
Ob es fertige Tieraugen in dieser Größe gibt, weiß ich nicht, aber wenn ja, do it!

Andernfalls eine Kugel formen, platt drücken und die Ränder abflachen.
Diese (fast) Halbkugel sollte dann aussehen wie die herkömmlichen Plastikaugen.
Nach dem Ausbacken werden die Augen mit einer Wunschfarbe bemalt, eine schwarze Pupille darüber (groß)
und für die Lebendigkeit noch Schlagschatten mit weißer Farbe gesetzt.
Abgeschlossen wird das Ganze mit glänzendem Klarlack.

Vor oder auch nach dem Zusammenbau der Figur, werden Fäden in den Übergang von Hand zu Arm
und Fuss zu Bein geknüpft. Es sieht einfach besser aus als der grobe Häkelrand.
Alternativ kann das mit Pastellen abschattiert werden.
Die Brusthaare werden erst am Ende geknüpft, genau wie die Frisur.

Ich hab bei Armen und Beinen zwei Reihen geknüpft, an die Brust gehören so viele man mag.
Die Fäden werden gekürzt und gewohnt gebürstet.
Für die Frisur wird mittig an der Stirn angefangen, in einer Linie nach hinten
und dann seitlich jeweils eine Linie dazu geknüpft. Hierfür werden lange Fäden genommen (gut 20cm),
je nachdem, denn die Frisur ist (wie immer) beliebig abänderbar.

Das Auskämmen der Frisur ist zeitintensiv, denn die Wolle sollte nicht mehr gedreht sein.
Das heißt die Fäden auf dem Kopf müssen mit einer Nadel alle gespalten werden.
Dann werden sie in kleineren Strähnen gebürstet. Dabei verschwindet noch mal viel von der Wolle,
das ist normal und gut so, denn die Frisur bekommt dadurch automatisch Stufen.

Ganz zum Schluss wird der Chef geschminkt.
Das ist wörtlich zu nehmen, wenn keine Pastelle zur Hand sind. (Lidschatten)
Die Nase braucht Schattierungen, die Mundhöhle, die Augenhöhlen und Ohren ebenfalls.
Keine Vorsicht, do it!
Immer mit helleren Farben beginnen, farbliche Abstufungen Richtung dunkel darüber
und gut blenden (mischen/wischen).

Mach Platz im Regal, hier kommt der Chef! 😎

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